Auch das war Kalk: Wohnareale der Oberschicht – Fabrikantenvillen
Fabriken, Fabrikschlote, ärmliche Arbeiterwohnquartiere, mangelnde gesundheitliche Versorgung, schlechte Luft, fehlende Frei- und Grünflächen. Das ist die eine Seite Kalks im ausgehenden 19. Jahrhundert. Wie sah die andere Seite dieser Medaille aus? Denn wo Fabriken existierten, gab es auch Unternehmer, Fabrikdirektoren, höhere Fabrikbeamte; also eine bürgerliche Oberschicht. Im Zeitalter der Industrialisierung lebte diese Gruppe zumeist in mittelbarer „Nachbarschaft“ mit „ihren“ Arbeitern und Bediensteten, gleichwohl räumlich erkennbar auf Abstand bedacht.
Ein solcher „sozialhygienischer“ Korridor bildete die Nord-Südachse markiert durch die Kalker Kapelle. Von dieser Achse östlich bis zur Eisenbahnlinie sollte ein gehobenes, bourgeoises Wohnviertel entstehen, das sich deutlich von den einfachen Wohnverhältnissen rund um die Kalker Fabriken und Gewerbebetriebe unterschied. So jedenfalls die stadtplanerischen Vorstellungen Ende des 19. Jahrhundert der damals noch selbständigen Stadt Kalk.
>> Wer den gesamten Artikel lesen möchte, kann sich HIER die PDF herunterladen. (13 Seiten, mit Bildern und Quellenangaben) Autor: Kalle Boesenecker, GWK Okt 2022, überarbeitet Feb 2025, Rechte beim Autor.
