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Die Neue Webseite ist online, übersichtlicher, informativer, aktueller und schwerpunktbetonend die Arbeit der Geschichtswerkstatt im Focus. Themen von Interesse werden im Wesentlichen über die Link-Seite zugänglich.

im Archiv sind nun wieder alle Bildbeiträge zugänglich und werden in den entsprechenden Stellen eingearbeitet!

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Auf dem Markt

Abriss der Geschichte von Köln-Kalk

KÖLN-KALK Aus der Geschichte 1003 Erste urkundliche Erwähnung Kalks als Hofanlage „Kalka“. Sie liegt an einem versumpften   Rheinarm. Neben den Abgaben anderer rechtsrheinischer Höfe dient der in Kalk erhobene Zehnte zur Unterhaltung des neu errichteten Benediktinerklosters in Deutz 1298 Seit diesem Jahr ist das St.Severin-Stift in Kalk begütert. 1394 St. Severin erwirbt einen zweiten Hof …

Satzung der Geschichtswerkstatt Kalk

§ 1 Name und Sitz sowie Geschäftsjahr 1. Der Verein trägt den Namen Geschichtswerkstatt Kalk e. V. 2. Der Verein hat seinen Sitz in Köln. 3. Er ist in das Vereinsregister beim Amtsgericht Köln einzutragen. 4. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. § 2 Vereinszweck 1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des …

Der Niedergang und das Ende der Chemischen Fabrik Kalk

Mit den siebziger Jahren beginnt der Niedergang in Kalk, der letzte verheerende Einschnitt. Arbeitsplätze werden aus übergeordnetem Konzerndenken vernichtet, Produktionsüberkapazitäten „bereinigt“, veraltete Industrie aufgegeben, nicht modernisiert. Kleine und mittlere Betriebe müssen schließen. Über Alternativen wird lange nicht nachgedacht. Erfahrungen liegen brach, Menschen mit hohem Ausbildungsstand, qualifizierte Facharbeiter – durchaus in der Lage neue Produktionsverfahren zu …

Kriege, Zerstörung und Wiederaufbau

Der 1. Weltkrieg war natürlich auch für Kalk einschneidend. Fabriken stellten ihre Produktion um auf Kriegsmaterialien. Sie wollten bei dem Geschäft, das auf Pump finanziert war und Deutschland in den Ruin trieb, mitverdienen. Sprengstoff und Kriegsgerät wurde hergestellt. Da die Männer als Soldaten bei der Eroberung Europas benötigt wurden, übernahmen Frauen die „Männerarbeit“ in den …

Leben und Wohnen in Kalk

Die Zeit der Hochindustrialisierung veränderte die Arbeit, das Wohnen und das Leben grundsätzlich. Die Industriearbeit wurde vom Land getrennt. Immer mehr Arbeiterwohnungen wurden gebaut. Auch die Verkehrsstruktur war in Kalk laufend verbessert worden, so wurden 1875 der Personen- und Güterbahnhof Kalk-Nord und 1886 der Personenbahnhof Kalk-Süd eröffnet.   Ab 1877 gab es die erste Pferdebahn, …

Kalk im Aufbruch – Industrie in Kalk

Prägend für Kalk sind die letzten 150 Jahre. Die Zeit, in der die Industriearbeit im Mittelpunkt der Ortsgeschichte steht.

Die Industrialisierung begann in Deutschland in der Mitte des 19. Jahrhunderts, über 50 Jahre später als in England. Dabei war das Rheinland innerhalb Preußens noch das am weitesten entwickelte Gebiet. Hier entstanden Mitte des Jahrhunderts die ersten Fabriken in der Textil-, Nahrungsmittel- und eisenverarbeitenden Industrie.

Kalk um 1860

Auch Kalk profitierte davon. Gab es 1843 gerade einmal 96 Einwohnerinnen und Einwohner, die in 14 Häusern wohnten, hatte sich die Bevölkerung 1860 auf 1.800 Einwohner erhöht. Aus einem Bauerndorf war ein Industriestandort geworden.

Die Anfänge der Chemischen Fabrik Kalk, ca. 1860

Kölner Unternehmen – eingeschnürt durch die preußischen Rayonbestimmungen (ein Bauverbot im Umkreis von Festungsanlagen) und die mittelalterliche Stadtmauer – wichen aus.
Im Westen bot sich Ehrenfeld an, im Osten Mülheim, Deutz und Kalk, alles Orte, die damals nicht zu Köln gehörten. Dort gab es billige Grundstücke ohne Auflagen bezüglich der Bebauung. Betriebserweiterungen waren leicht möglich.

Aus einer Industriegemeinde wurde eine selbständige Stadt und 1910 ein Kölner Stadtteil. Die Stadt Köln erkannte in ihrer räumlichen Beschränkung bald die Vorteile der freien Flächen, aber auch der Steuereinnahmen in Kalk. Nach langen Verhandlungen gab der Stadtrat dem Drängen Kölns nach, 1910 wurde Kalk nach Köln eingemeindet.

Industrie in Kalk – Maschinen für die ganze Welt

Das Werk der Chemischen Fabrik Kalk im Jahre 1892 : rechts der Bildmitte ist die Keimzelle der Fabrik zu erkennen (vgl. Foto oben), rechts davor das ehemalige Direktorenwohnhaus an der Hauptstraße, im Hintergrund rechts ist die 1951 abgerissene Presbyterkirche in der Victoriastraße (heute Vietorstraße) zu sehen.

Bestimmend für die Kalker Industrie waren die chemische und metallverarbeitende Industrie. Aber auch andere Sparten sollten nicht vergessen werden. Weltweit bekannt waren die Kalker Trieurfabriken, die Maschinen zur Unkrautlese (sog. Trieure) herstellten.

Neue Erfindungen veränderten die Arbeitsplätze, als Antrieb wurde die Dampfmaschine durch den Elektromotor ersetzt. Die ersten Lokomotiven wurden gebaut. Die Gewerkschaften erstritten die ersten Tarifverträge. Die metallverarbeitende Industrie dominierte immer mehr: Um die Jahrhundertwende waren von 33 Fabriken 17 im metallverarbeitenden, 8 im chemischen und 5 im Genußmittel-Bereich (Brauereien und Brennereien) angesiedelt.

In der eisenverarbeitenden Industrie machte 1856 die „Maschinenfabrik für den Bergbau von Sievers & Co. in Kalk bei Deutz am Rhein“ den Anfang, der Vorläufer der „Maschinenbauanstalt Humboldt AG, Kalk bei Köln“ und des heutigen KHD-Werkes. Zwei Jahre später, 1858, gründeten Julius Vorster und Hermann Grüneberg in Kalk eine chemische Fabrik.

Beide Firmen bestimmten zunehmend bis in das 20. Jahrhundert die Siedlungsstruktur von Kalk. Im Süden dehnte sich das Werk Humboldt von der Rolshover- bis zur Kapellenstraße aus, und nach Westen hin grenzten die Chemische Fabrik Kalk und mehrere metallverarbeitende Betriebe den Siedlungsraum ab.

Der Ort Kalk konnte sich nur von Westen nach Osten hin ausdehnen, von der Vietor- und Mülheimer Straße bis zur Eyth- und Dieselstraße, wo man um die Jahrhundertwende die ersten Häuser baute.

Kalk, von 1881 bis 1910 eine selbständige Stadt, war eine der größten Industriestädte im Lande Preußen. Kalker Erzeugnisse der eisenverarbeitenden Industrie, z.B. Werkzeugmaschinen, Lokomotiven oder Unkrautauslese-Maschinen waren auch außerhalb von Deutschland und Europa in anderen Erdteilen bekannt. In manchen Abnehmerländern kannte man den Namen Kalk, aber nicht den der Stadt Köln. Die Industrie im Verbund mit Kalk-Nord, dem größten Güterbahnhof Westdeutschlands, ließ die Einwohnerzahl bis 1914 auf etwa 30.000 steigen.

Leben und Wohnen in Kalk

Kalk, ein Stadtteil mit besonderem Erneuerungsbedarf (1996)

Kalk, im ersten rechtsrheinischen Vorortgürtel von Bahnanlagen eingeschlossen, gehört zu den Gebieten, die seit den 70er Jahren als besonders stadterneuerungsbedürftig gelten. In der ersten Prioritätenliste für teilräumliche Entwicklungsplanungen (Rahmenplanungen) aus 1978 heißt es: „Der Stadtteil Kalk bedarf auf Grund der weit hinter dem Stadtniveau zurückgebliebenen Entwicklungssituation, Mangel an Grün- und Freiflächen, an Umweltqualität, an Infrastruktur, …