Abriss der Geschichte von Köln-Kalk

KÖLN-KALK

Aus der Geschichte

  • 1003 Erste urkundliche Erwähnung Kalks als Hofanlage „Kalka“. Sie liegt an einem versumpften   Rheinarm. Neben den Abgaben anderer rechtsrheinischer Höfe dient der in Kalk erhobene Zehnte zur Unterhaltung des neu errichteten Benediktinerklosters in Deutz
  • 1298 Seit diesem Jahr ist das St.Severin-Stift in Kalk begütert.
  • 1394 St. Severin erwirbt einen zweiten Hof in Kalk und verpachtet ihn an Hufenbauern.
  • 1423 Das Vesperbild mit der Pieta, der „schmerzhaften Mutter Gottes“ wird in einem Heiligenhäuschen in Kalk aufgestellt. Diese Pieta ist heute noch in der Kalker Kapelle. Neben dem Heiligenhäuschen wird ein Siechenhaus in Kalk errichtet. Kalk gehört zur Pfarre von Deutz.
  • 1666-1667 der Deutzer Prälat Andreas Steprath lässt zum Dank für seine Errettung von der Pest eine Kapelle errichten. Sie wird neue Heimstatt der Pieta.
  • 1703 Ein Sturm zerstörte die Kapelle, die Pieta bleibt unversehrt.
  • 1704 Nach dem Wiederaufbau der Kapelle begann ab 1710 eine rege Wallfahrtstätigkeit zur Kalker Kapelle.
  • 1713 16.000 Pilger beteiligen sich an der Wallfahrt zur Kalker Kapelle.
  • 1815 Durch Beschluss des Wiener Kongresses wird das Rheinland Preußen zugeteilt. Kalk wurde nun von der Bürgermeisterei Deutz verwaltet.
  • 1830 Die Kalker Kapelle wird zur Rektoratskirche erhoben. Nun können dort Messen gelesen werden. Erster Rektor wirde Johann Klasen.
  • Ab 1850 Beginn der Industrialisierung in Kalk. Erste Fabrik war eine Tonfigurenfabrik.
  • 1856 Die katholische Gemeinde von Kalk wird selbständig.
  • 1858 Da Deutz die Stadtrechte erhält, wird aus den Gemeinden Kalk, Poll und Vingst die Landbürgermeisterei Deutz, die vom Bürgermeister von Deutz mit betreut wird.
  • 1866-1867 Bau der katholischen Kirche St. Marien im neugotischen Stil ohne Querhaus.
  • 1867 Die Landbürgermeisterei Deutz wird von Deutz getrennt und in Kalk wird nun eine eigenständige Verwaltung der nun umbenannten Landbürgermeisterei Kalk eingerichtet.
  • 1877 Im Mai wird die erste Pferdebahn im Kölner Gebiet zwischen Deutz und Kalk in Betrieb genommen.
  • 1877 Kalk wird evangelische Pfarrgemeinde. Im gleichen Jahr wird das Kalker Rathaus eingeweiht.
  • 1880 Kalk erhält die erste evangelische Kirche.
  • 1881 Der preußische König verleiht Kalk die Stadtrechte. Poll und Vingst bilden nun die Landbürgermeisterei Kalk, die vom Kalker Bürgermeisteramt mit verwaltet wird.
  • 1899-1902 Da die katholische Gemeinde immer stärker wächst, wird eine zweite Kirche erbaut, St. Joseph. Auch sie wirde im Stil einer neugotischen Hallenkirche errichtet.
  • 1904 Die Vorortbahn Köln-Kalk-Königsforst wird eröffnet, zwei Jahre später die Linie Köln-Kalk-Brück.
  • 1910 am 1. April wird Kalk zusammen mit Vingst nach Köln eingemeindet.
  • 1939-1945 Kalk wird durch alliierte Bomben zu über 80 Prozent zerstört. Eine der ersten Bomben vom 8. August zerstört die Kalker Kapelle. Die Pieta bleibt jedoch unversehrt.
  • 1948-1950 Die Kalker Kapelle wird nach den Plänen von Rudolph Schwarz als moderne Hallenkirche neu gebaut. Er übernimmt auch den Umbau der zerstörten Kirche St. Marien. Der Umbau der zerstörten Kirche St. Joseph erfolgt nach den Plänen von Dominikus Böhm.
  • 1975 Durch Änderung der Gemeindeordnung werden in NRW die Bezirksvertretungen eingeführt. Der Kalker Bezirk umfasst die rechtsrheinischen Kölner Vororte Brück, Höhenberg, Humboldt/Gremberg, Kalk, Merheim, Neubrück, Ostheim, Rath/Heumar und Vingst.

Die Chronik wurde von der Geschichtswerkstatt Köln-Kalk e.V. erstellt